Politik und Technik

Der Beitrag der Gesellschaftstheorien zur Technikbewertung

Paperback Duits 1991 1991e druk 9783531122885
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Samenvatting

Wie müssen politische Institutionen beschaffen sein, um eine sachzwanghaft-selbstläufig gewordene Technikentwicklung, die heute bis zur drohenden Gefährdung der Weiterexistenz unserer Gattung geführt hat, durch gesellschaftliche Vernunft steuerbar zu machen - ohne daß diese Steuerung auf eine totalitäre Manipulierung der Gesellschaft hinausliefe? Im Grenzbereich von Soziologie, Politikwissenschaft und Philosophie unterzieht die Untersuchung die klassischen wie gegenwärtigen "bürgerlichen" Theorien der Technikentwicklung der Kritik. Das "bürgerliche" Verständnismodell wird mit dem Hegel-Marxschen-Modell, das als Utopie ernst genommen wird, konfrontiert. In seiner heute offenkundig werdenden Unfähigkeit, in der Verwirklichungsform "realen Sozialismus" zur Bewältigung der ökologischen Krise der Technik beizutragen, wird auch dieses kritisiert.

Specificaties

ISBN13:9783531122885
Taal:Duits
Bindwijze:paperback
Aantal pagina's:486
Druk:1991

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Inhoudsopgave

I Vorbemerkungen.- 1. Vorbemerkungen zum Verhältnis von Institution und Technik.- 1.1 Soziale Bewegungen und Technik.- 1.1.1 Technikkritik sozialer Bewegungen.- 1.1.2 Technikkritik im gesellschaftlichen Kontext: Der Kampf um die Ethik im Paradigma des Atomkonflikts.- 1.2 Politikwissenschaft zwischen Institution und Technik.- 1.2.1 Ein historisch vakanter Ort: Die Theorie der Institution als blinder Fleck der Politikwissenschaft.- 1.2.2 Zur Rennaissance eines Begnffs oder die ‘Wiederentdeckung’ der Theorie der Institution durch die Politikwissenschaft.- 1.3 Bürgerliche Gesellschaft und Technik.- 1.3.1 Zur Entfaltung des bürgerlichen Selbstverständnisses: Die Theorie der Institution als dessen Ausdruck.- 1.3.2 Die Begrenzung des bürgerlichen Subjektes im sittlichen Staat.- 1.3.3 Hegels Theorie des Mittels: Technik als Befreiung?.- 1.4 Marx und die Technik.- 1.4.1 Marxens Dialektik von Produktivkräften und Produktionsverhältnissen.- 1.4.2 Marxens strategisches Problem: Der Übergang vom Werkzeug zur Maschine.- 1.5 Wissenschaft als Waffe Der soziologisch erzwungene Themenwechsel von der ‘Arbeit’ zur ‘Funktion’.- II Die Politischen Theorien Institution, Diskurs und System.- 2. Das Paradoxon der Stabilität: Herbert Spencer.- 2.1 Die Kritik der Philosophie — Soziologie als positive Wissenschaft von der Gesellschaft.- 2.1.1 Wie ist ‘Gesellschaft’ möglich?.- 2.1.2 Das Hobbessche Problem der Ordnung.- 2.1.3 Die Gesellschaftstheorie als physique sociale oder social biology.- 2.1.4 Die Gesellschaft zwischen Universalgeschichte und Zufall.- 2.1.5 Vom Zyklus zur Teleologie: Die industrielle Gesellschaft als Produkt der Evolution.- 2.2 Die Gesellschaft als natürliches System — Die Betrachtung von oben.- 2.2.1 Die Gesellschaft als Organismus.- 2.2.2 Die Gesellschaft als Aggregat.- 2.2.3 Die Gesellschaft als System.- 2.3 Der ‘primitive’ Mensch — Die anthropologische Betrachtung der Gesellschaft von unten.- 2.4 Die Entstehung der Institution des Politischen: Die normative Integration durch ceremonielle Kontrolle.- 2.5 Die nicht-normative Integration — Tausch und Markt.- 2.5.1 Die institutionelle Ausdifferenzierung in Staat und Markt.- 2.5.2 Vom Zwang des Kollektivsubjekts zur Autonomie des Individuums.- 2.5.3 Der systemische Charakter des Marktes: Die ideale Institution.- 2.6 Die Institution einer industriellen Gesellschaft ohne Industrie oder: Die Ausblendung der Produktivkräfte I.- 2.7 Der Doppelcharakter der Institution — Die Dimension der Zeit.- 3. Die Verzweigung der Theorie der Institution I: Markt, Technokratie, Elementarstrukturen und Evolution.- 3.1 Die Theorie des Marktes.- 3.1.1 Der moderne Utilitarismus und die endogene Theorie des Tauschs: Spencer zugespitzt.- 3.1.2 Der Verzicht auf exogene Stabilisierung oder die Mär von den normfreien Institutionen.- 3.1.3 Der voluntaristische Einspruch: Vertrauen durch affektuell fundierte Bindungen.- 3.2 Exkurs Technokratie: Herrschaft der Technik als Programm.- 3.3 Die Theorie der Elementarstrukturen.- 3.3.1 Die erste Elementarstruktur der Institution des Politischen: Steuerung durch Konsens.- 3.3.2 Die zweite Elementarstruktur der Institution des Politischen: Die Institution der ceremoniell-Ö entlichen Kontrolle im Tausch.- 3.4 Exkurs Evolutionstheorie: Elementarstrukturen und Technik.- 3.4.1 Der Ideologiebedarf der Technik in der Evolutionstheorie.- 3.4.2 Zur Ideologiekritik anthropologisch begründeter Evolutionstheorien.- 3.5 Der institutionentheoretische Ertrag aus Ethnologie und Ökonomie: Analyseperspektiven.- 4. Das Paradoxon der Solidarität: Emile Durkheim.- 4.1 Die Kritik des Utilitarismus — Soziologie als Metatheorie.- 4.1.1 Das Wesen des Vertrags ist die Sanktion und nicht der Tausch.- 4.1.2 Die Institutionalisierung der Norm: Gesellschaftliche Gemeinschaft.- 4.1.3 Das Wesen des Sozialen ist der Zwang.- 4.2 Den Positivismus auf die Füße gestellt — Funktionale Differenzierung.- 4.2.1 Die Lehre von den sozialen Tatsachen.- 4.2.2 Die soziologischen Tatbestände ‘wie’ Dinge betrachten.- 4.3 Die normative Integration durch kollektives Bewußtsein — Mechanische Solidarität.- 4.3.1 Wie ist Konsens möglich?.- 4.3.2 Die affektuelle Fundierung des Konsenses.- 4.4 Die nicht-normative Integration durch funktionale Interdependence — Organische Solidarität.- 4.4.1 Die rationale Fundierung des Konsenses durch Interdependenz.- 4.4.2 Die Blindheit der Dichotomie.- 4.5 Das Problem der Anomie oder: Die Ausblendung der Produktivkräfte H.- 4.5.1 Von affektueller Nähe zur freiwilligen Selbstbindung 174 4.5.2 Die übersehenen Produktivkräfte: Normfreie Sozialität.- 4.5.3 Die Pathologien der Lebenswelt.- 4.6 Die Rückkehr der Philosophie — Soziologie als Wissenschaft von der Moral.- 4.6.1 Der obligatorische Charakter moralischer Regeln.- 4.6.2 Die Gleichsetzung von Gott und Gesellschaft zur Begründung der Moral.- 4.6.3 Die Gottsetzung der Gesellschaft durch die Revolution.- 5. Die Verzweigung der Theorie der Institution II: Diskurs, Mythos und Imagination.- 5.1 Die Diskurstheorie.- 5.1.1 Das Wesen des Sakralen oder die Wurzel der Obligation: Die Verzweigungsstelle der Theorie in Institution und Diskurs.- 5.1.2 Die Rekonstruktion der systemischen Wurzel der Diskurstheorie: Der schweigende Spencer im Durkheim.- 5.2 Der Mythos der voluntaristischen Systemtheorie: Interpenetration.- 5.3 Exkurs Simmel und Die Anti-Soziologie: Die Gesellschaft, eine Imagination der Soziologie?.- 5.4 Institutionalisierung als kreativer Prozeß: Imagination und Sprache.- 6. Das Paradoxon der Rationalität: Max Weber.- 6.1 Die Kritik des Positivismus — Soziologie als Wirklichkeitswissenschaft.- 6.1.1 Max Webers Wissenschaftsprogramm: Wirklichkeitswissenschaft.- 6.1.2 Die Idealtypenlehre.- 6.2 Die Soziologie als Handlungswissenschaft.- 6.2.1 Die Subjektivierung der Kulturwissenschaften.- 6.2.2 Die Soziologie als Wissenschaft vom handelnden Subjekt.- 6.2.3 Die Vergemeinschaftung des Subjekts: Werteorientierung.- 6.3 Die Perennierung der Herrschaft in Institutionen oder die Außenstützung des Handelns.- 6.3.1 Von der Herrschaft der Werte zur Legitimität der Sachen.- 6.3.2 Das revolutionäre Prinzip in der Geschichte: Charisma.- 6.3.3 Die Veralltäglichung der Revolution: Perennierung der Herrschaft in Institutionen.- 6.3.4 Von legitimer Herrschaft zu Konsens?.- 6.4 Das Berufsethos als Geist des Kapitalismus, die Innenstützung der Herrschaft oder: Die Ausblendung der Produktivkräfte III.- 6.5 Technische Rationalität oder rationale Technik?.- 7. Die Verzweigung der Theorie der Institution III: Profession, Technologie und System.- 7.1 Die Theorie der Profession.- 7.1.1 Die Struktur moderner Institutionen.- 7.1.2 Die unausweichliche Konsequenz der Institutionalisierung: Profession.- 7.2 Exkurs Technologie: Vorbemerkungen zur Neutralisierung der Technik und der Protest der Utopie.- 7.2.1 Arnold Gehlen: Technik und Institution.- 7.2.2 Helmuth Schelsky: Technik als Politik.- 7.2.3 Herbert Marcuse: Technik als Utopie.- 7.2.4 Jürgen Habermas: Technik als Ideologie.- 7.3 Zwischenbetrachtung: Von Spencer über Durkheim zu Weber. Habermas’ Zusammenführung der bürgerlichen Gesellschaftstheorie als Einheit von Institution, Diskurs und System.- 7.3.1 Institution und System.- 7.3.2 Die Entkoppelung von System und Lebenswelt.- 7.4 Die Soziologie als keimfreie Systemtheorie.- 7.4.1 Die Abspaltung der Politik.- 7.4.2 Die Vergesellschaftung ohne Subjekt: Soziale Systeme 381 7.4.3 Ökologische Kommunikation?.- III Utopie und Desavouierung.- 8. Zur Desavouierung Einer Utopie.- 8.1 Technik und Hoffnung.- 8.2 Exkurs ‘Realer Sozialismus’: Der ‘subjektive Faktor’ oder wie sich eine Utopie realisiert.- 8.3 Technik und Verantwortung.- 8.4 Technik und Herrschaft.

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